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Meldewesen

Wer in Deutschland arbeitet und eine Wohnung bezieht, muss der gesetzlichen Meldepflicht nachkommen und weitere organisatorische Dinge beachten.

Wohnsitz

In Deutschland besteht die Meldepflicht, d.h. wer in Deutschland lebt, muss sich innerhalb von zwei Wochen nach seinem Ein- oder Umzug bei der jeweiligen Stadt anmelden. Auf der Internetseite Ihrer Stadt finden Sie die Adresse des zuständigen Einwohnermelde- bzw. Bürgeramtes sowie das zugehörige Meldeformular. Für die Anmeldung benötigen Sie:

  • Einen gültigen Personalausweis
  • Eine Wohnungsgeberbescheinigung (erhalten Sie von Ihrem Vermieter)
  • Das ausgefüllte Meldeformular

Hinweise:

  • Die Meldepflicht besteht auch für Zweitwohnsitze.
  • Bei nicht fristgerechter Ummeldung droht ein Bußgeld.

Energieversorger

Sofern Wasser, Strom oder Gas nicht in den Mietnebenkosten enthalten sind, liegt es an Ihnen, sich einen Anbieter zu suchen und mit ihm einen Vertrag abzuschließen. Hier sind zum Teil sehr große Preisunterschiede möglich. 

  • Falls Sie nicht aktiv einen Vertrag mit einem Anbieter abschließen, werden Sie automatisch vom Grundversorger beliefert. Eine Versorgung ist also immer gewährleistet. 
  • Mithilfe von Vergleichsportalen können Sie Preise und Konditionen unterschiedlicher Anbieter schnell und unkompliziert vergleichen.
  • Ein Wechsel des Strom- oder Gasanbieters ist auch bei bestehenden Verträgen möglich. Hier sind lediglich die Kündigungsfristen Ihres aktuellen Versorgers zu beachten.

Telefon, Internet und Fernsehen

In Deutschland gibt es jede Menge Anbieter für Telekommunikationsdienstleistungen. In der Regel bieten sie einen kombinierten Internet-, Telefon- und teilweise auch Kabelfernsehen-Vertrag an. Mithilfe von Vergleichsportalen können Sie einen günstigen und für Sie passenden Anbieter finden.

Die Einrichtung eines solchen Anschlusses in Ihrer Wohnung kann mehrere Wochen dauern. Im besten Fall kümmern Sie sich schon frühzeitig (ca. vier Wochen vor dem Einzug) um einen Anbieter. 

Rundfunkbeitrag (GEZ)

Um einen unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu ermöglichen, gibt es in Deutschland die sogenannten Rundfunkgebühren. Wer also Medien wie Radio, Fernsehen oder Internet-PC nutzt, ist verpflichtet, sich nach Einzug bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) anzumelden. Sie können sich online anmelden oder ein Formular bei der Bank bekommen. 

Achtung: Sollten Sie sich nicht anmelden, fordert die GEZ die Gebühren auch rückwirkend ein. 

Finanzamt

Nach Ihrem Umzug sollten Sie ebenfalls das Finanzamt informieren. Eine Meldung ist zwar nicht an eine bestimmte Frist gebunden, aber letztlich für sie selbst vorteilhaft. 

Welches Finanzamt für Sie zuständig ist, ergibt sich durch Ihren Wohnsitz. Alles zum Thema "Steuern und Finanzamt" erfahren Sie in der Rubrik "Steuern".

Ausländerbehörde

In Deutschland ist die Ausländerbehörde die zentrale Behörde für Ausländer und Ihre Belange. Sie vollzieht das Ausländerrecht im Rahmen des Aufenthaltsgesetzes und ist zuständig für Maßnahmen rund um Aufenthalt und Passrecht. Die Ausländerbehörde ist sowohl in größeren Städten als auch in Landkreisen mit Büros vertreten und gilt als erste Anlaufstelle für Fragen in diesem Bereich.

Die Aufgaben der Ausländerbehörde beinhalten unter anderem:

  • Entscheidungen über Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnis sowie über Ausweisungen oder Abschiebungen (so auch Arbeitserlaubnis)
  • Ausstellung von Passersatzpapieren (z.B. bei Verlust von Dokumenten), Duldungen und Fremdenpässe
  • Zum Teil die Durchführung von Asylverfahren
  • Entscheidung, ob die Voraussetzungen für einen Familiennachzug erfüllt sind
  • Beteiligung an Visaerteilung

Ein Verzeichnis aller Ausländerbehörden in Deutschland finden Sie hier.