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Verdienst

Arbeiten in Deutschland lohnt sich: Im internationalen Vergleich liegen die Bruttogehälter überdurchschnittlich hoch. Dabei ist es üblich, zwischen 35 und 40 Stunden in der Woche zu arbeiten - in manchen Betrieben und in Spitzenzeiten sogar bis zu 60 Stunden. Neben einem guten Verdienst können Sie zudem mit weiteren Vorteilen rechnen, wie z.B. bezahltem Urlaub von mindestens 20, in manchen Fällen sogar 30 Tagen im Jahr.

Mindestlohn

In Deutschland gilt das Mindestlohngesetz. Ein gesetzlicher Mindestlohn soll sicherstellen, dass auch Arbeitnehmer in Niedriglohnsektoren "ausreichend" Geld für Ihre Arbeitsleistung erhalten. Der Mindestlohn wird jährlich geprüft und steigt stetig. Arbeitgeber sind also gesetzlich dazu verpflichtet, Ihnen unabhängig von Branche und Beruf den Mindestlohn pro geleisteter Arbeitsstunde zu zahlen. Vom Mindestlohngesetz nicht betroffen sind Minderjährige, Praktikanten und Auszubildende. Den aktuell geltenden Mindestlohn finden Sie hier.

Darüber hinaus können mit dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) für bestimmten Branchen höhere Mindestlöhne festgelegt werden. Dieses betrifft unter anderem: die Abfallwirtschaft, das Dachdeckerhandwerk, das Elektrohandwerk, die Gebäudereinigung, das Maler- und Lackiererhandwerk, den Gerüstbau, etc. Eine Übersicht finden Sie hier. Auch im Bauhauptgewerbe gilt ein festgelegter und regelmäßig angepasster Mindestlohn.

Tarifverträge

In der Praxis hat sich in Deutschland ein Netz aus Tarifverträgen entwickelt, die eine Bezahlung über dem Mindestlohn sicherstellen. Ein Tarifvertrag kann von Arbeitgeberverbänden oder einzelnen Arbeitgebern mit Gewerkschaften verhandelt und geschlossen werden.

In einem Tarifvertrag werden die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers festgehalten. Vielfältige Arbeitsbedingungen, wie z.B. Lohn, Urlaubsanspruch, Arbeitszeit und Zulagen werden hier geregelt. 

Zusatzleistungen

Einige Arbeitgeber gewähren Ihren Mitarbeitern zusätzliche Leistungen. Diese können sich z.B. in Weihnachtsgeld und/oder Urlaubsgeld äußern. Unternehmen können selbst entscheiden, ob und in welcher Höhe diese Gelder ausgezahlt werden. Ein gesetzlicher Anspruch besteht nur dann, wenn dies im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart wurde.

Darüber hinaus zahlen manche Unternehmen Prämien aus  - vor allem wenn ein besonders erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen wurde oder bestimmte Ziele erreicht wurden. Auch hier gilt, dass der Arbeitgeber freiwillig Prämien auszahlt und deshalb kein gesetzlicher Anspruch besteht.

Brutto- und Nettoverdienst

Zur Berechnung Ihres Einkommens wird zwischen einem Brutto- und Nettolohn unterschieden.

  • Der Bruttolohn ist der Betrag, der in Ihrem Arbeitsvertrag festgehalten wird.
  • Der Nettolohn ist der Betrag, den Ihr Arbeitgeber Ihnen monatlich auf Ihr Konto überweist. Hier sind bereits alle Kosten für Steuern und Versicherung abgezogen.

Folgende Steuern, Abgaben und Beiträge werden von Ihrem Bruttolohn abgezogen:

Um Ihren Nettoverdienst zu berechnen, können Sie einen Brutto-Netto-Rechner nutzen. 

Urlaub

In Deutschland haben Sie als Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Ihnen stehen jährlich mindestens 20 Tage Urlaub zu, wenn Sie an 5 Tagen in der Woche arbeiten. Beträgt Ihre Arbeitswoche 6 Tage, so haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 24 Urlaubstage im Jahr. Dabei erhalten Sie wie gewohnt Ihren vollen Lohn.