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Sozialsystem

In Deutschland gibt es ein Sozialversicherungs-System, das seine Bürger vor sozialen Härten absichert. Jemand in einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit profitiert in der Regel von den fünf Säulen der gesetzlichen Versicherung.

Für die Kosten der Sozialversicherung zahlen Sie einen festen Prozentsatz von Ihrem Arbeitseinkommen. Ihr Arbeitgeber zahlt diese direkt an die Versicherungen. 

  • Eine automatische Versicherungsmitgliedschaft gibt es in der Renten-, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung. Sie können nicht zwischen verschiedenen Anbietern auswählen.
  • Allein bei der Krankenversicherung können Sie als gesetzlich Versicherter zwischen mehreren Krankenkassen wählen und deren Leistungen vergleichen.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Was passiert, wenn Sie für eine kurze oder längere Zeit krank sind und nicht arbeiten können? Welche Leistungen Ihnen in der gesetzlichen Krankenversicherung zustehen, ist im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) festgelegt (z.B. Arztbesuche, bestimmte Arzneimittel oder auch Therapiemaßnahmen). Die Kosten hierfür werden von den Krankenkassen bezahlt oder erstattet.

Pflegeversicherung (PV)

Mit der Pflegeversicherung wird Ihr Risiko abgesichert, aufgrund von Krankheit dauerhaft pflegebedürftig zu werden. Die Pflegeversicherung gibt es erst seit 1995 und sie ist im Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) verankert. In der Regel handelt es sich bei der Pflegekasse um eine Einrichtung des jeweiligen Krankenversicherungsträgers. Neben der gesetzlichen Pflegeversicherung besteht die Möglichkeit private Pflegezusatzversicherungen abzuschließen.

Deutsche Rentenversicherung (DRV)

Wenn Sie in Deutschland eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausüben, zahlen Sie Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse ein. Später im Ruhestand kommen Sie dann in den Genuss einer gesetzlichen Rentenzahlung. Für die Höhe der Rente ist insbesondere das Einkommen und die Anzahl von Jahren maßgeblich, die man in Deutschland arbeitet. Mehr Informationen zur Rente finden Sie hier.

Gesetzliche Unfallversicherung (GUV)

Zweck der gesetzlichen Unfallversicherung ist es, im Falle von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren die Gesundheit und die berufliche Leistungsfähigkeit der Versicherten wiederherzustellen. D.h. sie trägt die Kosten für entsprechenden medizinische Behandlungen und für die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben. Rechtliche Grundlage ist das Siebte Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII).

Arbeitslosenversicherung (ALV)

Zweck der Arbeitslosenversicherung ist es in Deutschland Lebenden im Falle von Arbeitslosigkeit, das Einkommen zu sichern. Arbeitssuchende profitieren für eine bestimmte Dauer von diesen Leistungen, sofern Sie (a) arbeitssuchend sind, (b) sie in der Regel in den letzten 30 Monaten mindestens 12 Monate lang versichert waren. Neben der finanziellen Unterstützung gibt es auch ein Beratungs- und Vermittlungsangebot der Bundesagentur für Arbeit.

Wenn Sie in Deutschland arbeitslos werden und in einem anderen Mitgliedstaat der EU Arbeit suchen wollen, können Sie den Anspruch auf deutsches Arbeitslosengeld für drei Monate mitnehmen. Diese Dauer kann bis zu maximal sechs Monate verlängert werden. Es ist nicht möglich, die Ansprüche in Länder außerhalb der EU mitzunehmen.